Das Ende einer Buchgeschichte

Leere. Nichts mehr. Bis zur letzten Seite ausgelesen, alle Zeilen aufgezehrt. Punkt. Schluss. Samt Epilog und Nachtrag (manche Bücher meinen es sehr gut mit einem). Vorbei nun auch ein letzter Blick zurück, dessen Trost dem Auseinandergehen für den Moment eines Herzschlags den Schmerz nimmt und der meist mehr Wünsche weckt als je erfüllt. Hier endet der gemeinsame Weg abrupt und abschiedslos. Das Ende einer Buchgeschichte weiterlesen

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Zu viel Lärm um nichts

Vor nicht allzu langer Zeit hat mancher Beitrag in den Medien zum Kommentieren inspiriert. Dann begannen sich die Themen samt Empörung im Gefolge zu wiederholen. Twitter auf, Trump, Twitter zu. Kä Luscht. Moi non plus. Me too. Erdogan, Orban, Grössenwahn. Und wieder Trump. Höcke. Köppel. BoJo! Merkel muss weg. Macron muss weg. Die bösen Linken und Netten sowieso. Zu viel Lärm um nichts weiterlesen

Niveau: unterirdisch

Neulich bekam ich einen Anruf, von einer mir bis dahin persönlich nicht bekannten Person. Er würde mich im Auftrag jener Person kontaktieren, deren Rückruf ich eigentlich erwartet hatte. Was dann folgte, war eine Tour d’Horizon aller telefonisch anwendbaren Unhöflichkeiten, inklusive finalem Aufhängen. Zack. Niveau: unterirdisch weiterlesen

Wenn Frau will

Nun ist er vorbei, der Frauenstreik, der eigentlich gar keiner war. Wohl wurden die Probleme angesprochen und man diskutierte Lösungen, auf allen Kanälen haben Frauen debattiert und philosophiert. Erstaunlicherweise war es für einmal zumindest scheinbar kein Problem, fast nur Frauen einzuladen, die auch kamen und sich trauten. Und was nun? Nach dem Frauenstreik ist vor dem Frauenstreik, hört man. Wenn Frau will weiterlesen

Frauenquoten stiften Frieden

Eine Frauenquote produziere Quotenfrauen, und Frauenquote sei das wohl frauenfeindlichste Wort überhaupt, meint ein Mann. Lohngleichheit, Kaskadenmodell und eine andere Elternpolitik sind durchaus zu begrüssen, doch eine Alternative zur Quote sind sie nicht, im Gegenteil: eine Quote würde helfen, auch damit endlich voran zu kommen. Frauenquoten stiften Frieden weiterlesen

Von Pfauen und Frauen

Pfauenhennen fliegen auf Hähne mit prächtigen Rädern, während Frauen auf Gockel mit protzigen Karossen abfahren. Die sexuell selektive Frau erkennt im Porsche die Potenz, weil nur ein kampfstarker Pfau sich den Federschmuck leisten kann. Aus diesem Grund, so war es neulich hier zu lesen, sind auf dem Wandbild im Ständeratssaal auch keine Frauen innerhalb des Landsgemeinderings zu sehen. Von Pfauen und Frauen weiterlesen

Mehr – Frauen

Frauen wollen mehr. Viel mehr, eigentlich wollen sie alles, vor allem alles auch. Auf jeden Fall wieder eine Frau im Bundesrat, oder zwei. Zumindest wollen das die meisten, aber von irgendwas wollen alle irgendwann irgendwie mehr. Mehr Anerkennung für ihre Leistung, mehr Lohn und mehr Gleichberechtigung. Wenigstens mehr Schuhe, mehr Kleider und mehr Schmuck, gerne auch mehr Wohnraum, mehr Spielraum und mehr Freiraum. Mehr – Frauen weiterlesen

Frontaler Freiheitskampf

Es regt sich Widerstand gegen den aufgeblasenen Staat, das Libertariat verteidigt persönliches Eigentum und individuelle Entfaltungsmöglichkeiten. Es geht um das Recht auf die eigene Freiheit, die nur dann dort aufhört, wo die des anderen anfängt, wenn einer stark genug ist, die seine zu verteidigen. Ausgerechnet mit der eigenen Überlegenheit wird die Machtausübung legitimiert, wer unterliegt, hat nicht genug getan, zu wenig gekämpft oder einfach nicht mehr gewollt. Frontaler Freiheitskampf weiterlesen

Der Winter kommt

Rechtzeitig vor der hibernalen Futterknappheit legen Nagetiere sich bekanntlich einen Vorrat an. Der Homo sapiens aber lebt auch von Knacknüssen, Gedankensamen und Informationskernen, als alltägliche Bezugsquelle nutzt er mediale Angebote. Nun droht den geistig Hungrigen eine Versorgungskrise, weil ihre Informationslieferanten entweder selbst gefressen werden oder mangels eigener Beute verhungern müssen: Der Winter kommt weiterlesen

Jenseits von Feminismus

Emanze ist ein Schimpfwort, keine Frage, überhaupt gilt der Feminismus ganz allgemein als grusig gestrig. Wer sich zu Frauenrechten äussert, macht sich des Gender-Mainstreamings verdächtig, allein der Begriff verrät die Schwere des Vergehens. Von den Themen Lohndiskriminierung und Chancengleichheit sollte man – insbesondere als Frau – die Finger lassen, an Quoten nicht einmal im Ansatz denken. Jenseits von Feminismus weiterlesen